Porsche 997 Motor Neuaufbau mit Kugelgraphit Zylindern

Und wieder einmal ist es soweit, ein Motorschaden im Porsche 997 3,8L gibt sich zu erkennen.

Vor einiger Zeit bekamen wir einen neuen Auftrag, einen stark qualmenden Porsche 997 mit einem M97/01 3.8L Motor. 

Dieses mal möchten wir Sie mitnehmen, die Instandsetzungs-arbeiten an einem M97/01 Motor zu begleiten.

Als erstes nach dem Eintreffen in unserer Porsche Werkstatt, wurde eine Endoskopie des Motors, im eingebauten Zustand vorgenommen.

Dazu wurden die Zündspulen sowie die Zündkerzen entfernt, um mit dem Endoskop in das innere Brennräume  zu gelangen. Dabei wurde festgestellt, dass deutliche Verschleißspuren in Form von Riefen an den Zylinderwänden sichtbar waren.

 

In diesem Fall, hat der Kunde umsichtig gehandelt und noch rechtzeitig durch AESTEC eine Brennraum-Endoskopie vornehmen lassen.

 

Durch diese Riefen, dringt Motoröl in den Brennraum ein, wird mit verbrannt und erzeugt dadurch einen blauen Qualm bis hin zu Rußablagerungen an Stoßstange.

 

Sobald die Schleifriefen einen gewissen Grad überschreiten, kann es zu einem Abriss des Ölfilms kommen.

Der Kolben wird dann im Zylinder nicht mehr geschmiert und verschleißt so stark, dass er blockieren kann. Dies nennt man auch "Kolbenfresser".

Diese haben in der Regel schlimme Folgen für den Motor bis hin zu einer Zerstörung durch z.B. einen Pleulabriss. 


Wir machten uns also an die Arbeit

 Ausgebaut sind die Motoren bei Porsche ja in der Regel schnell, und so lag er auch zügig auf dem Tisch.

Nach dem Trennen des 3,8L Motors vom Getriebe began das eigentliche Zerlegen.

 

Erst wurden alle Anbauteile abmontiert, danach die Zylinderköpfe von den Zylindern genommen.

Anschließend wurden die Gehäusehälften getrennt und die Lagergasse demontiert.

 


Oftmals steht im Vorfeld einer Motorüberholung die Frage nach dem Preis im Vordergrund. Diese Frage lässt sich jedoch doch erst im Stadium eines komplett  zerlegten Motors seriös beantworten.

 

Erst wenn der Porsche Motor zerlegt ist, lässt sich erkennen, welche Bauteile wirklich Schaden genommen haben.

 

Dazu wurden alle Bauteile genau vermessen und auf Funktion überprüft. Bei diesem 3,8L Motor haben wir festgestellt, dass zwei Zylinder, sowie zwei Kolben eine Abweichung von 3/100mm hatten.

 

In diesem Fall haben wir entschieden, standfeste voll Kugelgraphitliner als  Zylinder in das Motorgehäuse einzusetzen.

 


Die Kugelgraphitliner wurden anstelle der alten Aluminium Zylinder in das Motorengehäuse eingesetzt.

Dazu wurden die Aluminiumzylinder aus den Motorgehäusen gefräst und die neuen Kugelgraphit Zylinder mittels Thermoschrumpfverfahren eingepresst.

 

Die Kugelgraphit Zylinder haben ein ähnliches Wärmeausdehnungsverhalten gegenüber dem Aluminium 

Somit sitzen sie spannungsfrei in den Motorgehäusen, dies ist wichtig um Undichtigkeiten vorzubeugen.

 

Weiter geht es demnächst


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